Nichts ruiniert einen Angelurlaub schneller als eine Kontrolle, bei der die Papiere fehlen. Die Regeln sind von Land zu Land völlig unterschiedlich – und in keinem davon gilt der deutsche Fischereischein automatisch.
Kroatien
Für das Meer brauchst du eine Sportfischerlizenz, die es für einen Tag, drei Tage, eine Woche oder ein Jahr gibt. Kaufen kannst du sie online oder in Angelläden vor Ort. Wichtig: Es gibt Mengenbegrenzungen, Mindestmaße und Schutzgebiete, in denen gar nicht geangelt werden darf. Speerfischen braucht eine eigene Lizenz.
- Lizenz vor dem ersten Wurf besorgen, nicht danach
- Mindestmaße und Tageslimits gelten auch für Urlauber
- In Nationalparks und Meeresschutzgebieten ist Angeln oft komplett verboten
- Bußgelder liegen deutlich über dem Preis jeder Jahreskarte
Schweden
Auf den fünf großen Seen (Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren, Storsjön) und an der Küste ist das Angeln mit Handgerät frei. Überall sonst brauchst du eine lokale Karte, das fiskekort. Die bekommst du online, an Tankstellen oder im Campingladen – meist für wenige Euro pro Tag.
Italien und Alpenländer
In Italien ist die Regelung regional. Für Bergseen brauchst du fast immer eine Tageskarte des jeweiligen Vereins oder der Gemeinde, teilweise zusätzlich eine staatliche Lizenz. In Österreich und der Schweiz gilt Ähnliches, dort oft kombiniert mit einem Sachkundenachweis. Frag im Tal beim Tourismusbüro – das ist der schnellste Weg.
Norwegen
Meeresangeln ist für Touristen ohne Lizenz erlaubt, allerdings mit strengen Ausfuhrmengen. Für Lachs, Meerforelle und Saibling in Flüssen brauchst du dagegen eine Abgabe und zusätzlich eine lokale Karte. Ausrüstung, die vorher in anderen Gewässern war, muss desinfiziert werden – das wird kontrolliert.
* Affiliate-Links / Anzeige: Kaufst du über einen dieser Links, bekomme ich eine kleine Provision vom Händler. Der Preis bleibt für dich exakt gleich. Ich empfehle ausschließlich Ausrüstung, die ich selbst im Einsatz habe – bezahlte Platzierungen gibt es hier nicht.
